Haarsträubend. Was soll man da noch sagen? Statt kultivierter Reklame erwartet mich mittlerweile zwischen sinn- und funktionslosem Programm beängstigendes Bild- und Tonmaterial. So erpresst mich eine große Fastfoodkette, ihre Produkte zu verzehren oder Deutschland wird nicht Fußballweltmeister. Nur Frauen finden im Internet günstige Hotels und leiden dann unter andauernder Gesichtslähmung. Marcel d’Avis (Werbefigur eines großen Providers) aber bringt mich auf den Höhepunkt des Verfolgungswahns. Bestellt man einen Internetanschluss und wird (wie so oft) nicht gleich damit glücklich, sollte man auf der Stelle dafür sorgen, dass jede Menge Konserven, viel Toast und Salami im Haus sind. Kernaussage des Werbespots: “Wir bleiben bei Ihnen, und zwar bis der Anschluss läuft!”
Muss ich es freiwillig mitmachen, dass wochenlang Techniker in meiner Residenz campieren und den ganzen Tag das machen, womit ich mir üblicherweise ganz gern meine Freizeit vertreibe.
Naja, in Verträgen kann man bekanntlich viel verstecken. Bin gleich wieder da, ich muss kurz mein Lama füttern!
