Jetzt ist es offiziell: Ich bin zur iBitch geworden. Hätte man mir vor einem Jahr erzählt, dass ich mal ein iPhone kaufen würde, hätte ich denjenigen ausgelacht. Es war halt doch etwas spontan.

Die eigentliche Entscheidungshilfe war Windows Mobile, welches mich mit seiner Instabilität und den kaum nutzbaren, wenig sinnbringenden Programmen (und fehlender Spielevielfalt) davon überzeugte, dass jetzt Handlungsbedarf besteht. Warum ich gerade aufs iPhone gekommen bin? Ich weiß es nicht.

Pro-Argumente waren sicherlich folgende:

  • Stabiles Betriebssystem, welches auch mit Updates gepflegt wird (ganz im Gegenteil zu Windows Mobile auf meinem HTC Touch Pro)
  • Ordentlich “Schmackes” in der Technik, den man auch BEMERKT (ruckelfreie Wiedergabe von Menüanimationen)
  • Einfache Usability für Jedermann, auch unter Einfluss von Alkohol bedienbar
  • Die Vielfalt von Apps, die man einfach so über den Store kaufen und updaten kann
  • Die Antwort “Ja, isses” auf die Frage “Ist das ein iPhone?” – ich wurde beim HTC oft genug gefragt!
  • Weg von Windows’ Zuverlässigkeit auf dem Handy (manchmal klingelte es nicht und SMS wurden “unterschlagen”)

Aber sicherlich hat diese Anschaffung auch Schattenseiten:

  • Man wird Steve Job’s Spielzeug – Funktionen des iPhone unterliegen teils Einschränkungen seitens Apple
  • Garantieverlust bei Aktivierung eines unzuverlässigen Feuchtigkeitssensors
  • Überhaupt strenge Garantiebestimmungen (Man hat von Fällen gehört, in denen keine Garantie bei Kratzern gegeben wurde)
  • Notwendigkeit einer Internetverbindung, um einige Apps erst nutzen zu können (–> Datentarif)
  • Extrem hoher Gerätepreis und dadurch die Möglichkeit, sich selbst zu bescheißen

Da mich mein altes Touch Pro aber langsam langweilte und ich es leid war, Leuten zu erklären, warum-ich-SMS-nur-mit-Bindestrichen-schrieb,-was-an-der-kaputten-Leertaste-lag,-welche-vom-Werk-weg-verbaut-wurde, wurde es Zeit für etwas Neues. Sowieso wollte ich schon länger meinen Anbieter wechseln, da O2 mit dem horrenden Prepaid-Tarif langsam aber sicher ausgedient hatte und ich auch zuhause endlich Empfang haben wollte. Meine Wahl fiel (erstaunlicherweise, entgegen meiner ursprünglichen Meinung) auf Vodafone, da die Netzabdeckung im Haus hervorragend ist (sonst schafft es derzeit kein Netzbetreiber, dieses Haus vernünftig zu erreichen). Da ich schon länger auf mobiles Internet scharf war (vgl. lokale Informationen und die Möglichkeit, “schnell mal was nachzuschauen”) machte ich mich kundig, was ein Vertrag dort so kostet. Schnell war ich deshalb bei der SuperFlat Internet gelandet. Oh, und für 10€ Aufpreis pro Monat (welche sich dank “Junge Leute”-Rabatt eh egalisierten) gibt’s auch das Wunschhandy dazu. Da mich keines der derzeit aktuellen Geräte wirklich interessierte recherchierte ich, ob man das iPhone auch bei Vodafone kriegen könnte. Dazu angestoßen wurde ich durch das InfoDok 126, welches beschreibt, wie man das iPhone im Vodafone-Netz zum Laufen kriegt.

Ergebnis meiner Untersuchungen war, dass man das iPhone aufgrund des bestehenden Exklusivvertrages von Apple mit T-Mobile leider nicht bei Vodafone direkt kaufen kann. Ich fand jedoch auch heraus, dass man das iPhone von Vodafone subventioniert bekommen kann, beschrieben auf dieser Website. Diesem Angebot bin ich gefolgt – um jedoch herauszufinden, wo ich das Gerät am günstigsten herbekommen kann, habe ich ein wenig herumgerechnet und -telefoniert. An dieser Stelle eine Warnung: Die HandyInsel in Miesbach war das mit Abstand teuerste und frechste Angebot. Demnach hätte ich monatlich 65€ hingelegt, keinen Jugendrabatt kassiert und einmalig über 330€ geblecht. Wie es sich für mich gehört habe ich mich freundlich bedankt und aufgelegt.

Nach einigen Abwägungen habe ich mich dann für den Vodafone-Shop in Kolbermoor bei Rosenheim entschieden, da der Inhaber des Shops nett und freundlich ist, ich das Telefon dort günstiger auftreiben konnte und die Distanz zu meinem Zuhause auch annehmbar ist. Im Endeffekt bekommt man das iPhone jedoch nicht von VF direkt, sondern von einem der drei “Lieferanten”, da sich der Netzbetreiber ausdrücklichst vom Verkauf des Apfelgeräts distanziert. Einmalig war ich jetzt (incl. Schutzhülle und Displayschutzfolie) mit etwa 160 Euronen am Start. Monatlich muss ich, alle Leistungen des Tarifs natürlich mit inbegriffen, knappe 50 Scheine berappen, was im Vergleich zu T-Mobile zwar nicht weniger ist, jedoch für meine Zwecke deutlich bessere Konditionen beinhaltet. Unter’m Strich komme ich damit auf einen Gerätepreis von überschlagen etwa 500.-, wenn man den Tarif weglässt, welchen ich sowieso früher oder später bestellt hätte.

Die Bilanz der ersten paar Tage ist pure Überzeugung – ich habe noch keine Macken entdeckt und bin rundum zufrieden. Außerdem nenne ich 76 Apps mein Eigen. Zwar etwas viele, aber so wird’s wenigstens nicht langweilig ;)

Meine Rufnummer habe ich übrigens behalten, ich bin also immernoch wie gewohnt erreichbar. Mit welchem Fiasko das verbunden war ist eine andere Geschichte und soll auch ein anderes Mal erzählt werden.

28. Februar 2010, 11:22 Uhr

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